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GESCHICHTE

Der Spittelberg

Vorstadt mit Geschichte

Die Geländekante am westlichen Rand des breiten Glacis vor den Stadtmauern Wiens und der Grundeigentümer gaben dem Spittelberg seinen Namen. Das Wiener Bürgerspital besaß hier ab 1525 Äcker und Weingärten. Das Land diente der Versorgung der Patienten. Ein kleiner Gutshof im Bereich der heutigen Spittelberggasse kam 1584 dazu. In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts erwarb Sigmund Christoph von Kirchberg die Gründe und ließ sie 1675 parzellieren, um Bauland zu schaffen.

Im Visier Kara Mustaphas

1679 wird in Urkunden erstmals die Bezeichnung Krowotendörfl verwendet. Die Neusiedler kamen vielfach aus dem Gebiet des heutigen Kroation und Slowenien. Allzu lange währte ihre Freude am neuen Besitz jedoch nicht. Bei der Belagerung Wiens durch die türkischen Heere Kara Mustaphas war der Spittelberg wegen seiner erhöhte Lage nahe der Stadt von großer strategischer Bedeutung. Die frühbarocken Gebäude wurden dem Erdboden gleichgemacht.

Die Neubebauung ab etwa 1695 folgte einem rasterförmig angelegten Plan mit relativ kleinen Parzellen. Platz für die damals üblichen Hausgärten gab es nicht. Die Gründe waren offenbar billig und recht begehrt. 1720 wurden auf dem Gebiet der Vorstadtgemeinde, das  bis zur heutigen Neustiftgasse reichte bereits 120 Häuser gezählt. 137 Jahre später bei der Volkszählung im Jahre 1857 waren es kaum mehr. In 146 Häusern wohnten 6376 Menschen.

Vergnügungs- und Rotlichtviertel

Die dichte Bebauung hatte ihre Nachteile. Immer wieder kam es zu Wasserknappheit, die hygienischen und sanitären Verhältnisse waren teils katastrophal. Ab dem ausgehenden 18. bis ins 20. Jahrhundert galt der Spittelberg mit seiner Vielzahl an Lokalen zudem als Vergnügungs- und Rotlichtviertel. Manche der Damen erlangten lokale Berühmtheit. Es gab sogar Postkarten dazu. Heute kann man Miniaturkeramik am Spittelberg erwerben, die sich mit diesem Aspekt der Geschichte auseinandersetzt.

Im Laufe des 19. Jahrhundert wurde ein Teil der barocken Gebäude erst durch spätklassizistische später durch historistische Neubauten ersetzt. Nichstdestoweniger blieb speziell in der Gutenberggasse und der Spittelberggasse das barocke Erscheinungsbild großteils erhalten.

Bevölkerung rettete historisches Ensemble

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts verfiel die historische Bausubstanz zusehends. Um den Spittelberg wieder attraktiv zu machen, wurden in den 1970er Pläne gewälzt, das gesamte Viertel zu schleifen und neu zu bebauen. Mit autogerechtem großen Einkaufszentrum. Nachhaltiger Widerstand aus der Bevölkerung, der Kunst- und Kulturszene konnte den Abriss schließlich verhindern und dieses einzigartige historische Ensemble retten. So präsentiert sich der Spittelberg heute als höchst lebendiges Viertel mit sehr gemischter Wohnbevölkerung und einer Vielzahl an Lokalen, kleinen Geschäften und Ateliers.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des

BEZIRKSMUSEUM NEUBAU

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